Wie viel Einkommen hat ein Zahnarzt im Ruhestand

Ihr Einkommen im Ruhestand hängt maßgeblich von drei Bereichen ab:

Am wenigsten Einfluss haben Sie auf das Versorgungswerk, daher sind freiwillig Zuzahlungen kritisch zu prüfen. Ihr Beitrag wird automatisch eingezogen und weder über die Höhe des Beitrages noch über die gewählten Anlagen können Sie entscheiden. Das Versorgungswerk Baden-Württemberg hat die Rente im letzten Jahr (2012) um 0,73% angehoben. Zieht man nun noch die Inflation ab ergibt sich ein Kaufkraftverlust von ca. 1%.

Wie Sie Ihr Einkommen im Alter verbessern

Ich empfehle daher mit der betrieblichen und/oder der privaten Altersvorsorge weitere Standbeine für den Ruhestand aufzubauen. Ihr Vorteil: Sie bestimmen über die Beitragshöhe und das Anlagekonzept. Und weil dies so wichtig ist, unterstützt Sie der Staat bei manchen Sparplänen sogar noch mit steuerlichen Vergünstigungen oder Zulagen.

Eine zusätzliche Möglichkeit bietet der frühzeitige Aufbau von passivem Einkommen. Einmal investiert erhalten Sie in einem bestimmten Rythmus die erwirtschafteten Erträge direkt auf Ihr Konto und können diese ausgeben oder re-investieren.

Warum Sie früh beginnen sollten

Die aufgeführte Tabelle zeigt, dass vor allem die Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Wer noch 30 Jahre Zeit hat kann bei 4% Verzinsung bereits mit 145 € eine zusätzliche Rente von 500 € aufbauen. Wer erst 20 Jahre vor dem Ruhestand beginnt muss bei gleicher Verzinsung monatlich schon 274 € investieren um auf das gleiche Ergebnis zu kommen.

Vermögensaufbau Zahnarzt
Vermögensaufbau Zahnarzt

Die Kehrseite dieser Tabelle ist ein sehr cleverer Effekt, nämlich der Zinses-Zins. Dieser entfalltet seine volle positive Wirkung erst spät, dann sind die Sprünge aber enorm.

Hier die zehn wichtigsten Fehler der Altersvorsorge im Überblick:

  1. Selbstüberschätzung: Häufig sind Anleger der Ansicht, es besser zu wissen als der Markt. Doch es ist selbst für Anlageprofis kaum möglich, den Markt dauerhaft zu schlagen.
  2. Prozyklisches Verhalten: Viele Anleger steigen in den Markt ein, wenn er schon gut gelaufen ist und dann aus, wenn er fast den Boden erreicht hat. Besser ist die Devise: Gewinne laufen lassen und Verluste streng begrenzen.
  3. Hohen Renditeversprechungen folgen: Dies führt fast immer zu Enttäuschungen. Denn jeder Gewinnchance steht ein entsprechend hohes Risiko gegenüber.
  4. Hin und her macht Taschen leer: Wer häufig Aktien kauft und verkauft, hat hohe Kosten. Besser ist es, seine Aktienanlage langfristig zu planen und nicht bei jeder Marktturbulenz sofort panisch zu handeln.
  5. „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“ Dieses Sprichwort passt sehr gut zur Geldanlage. Denn je später jemand beginnt, desto mehr muss er monatlich auf die Seite legen und desto weniger hat er zum Leben (Vergleiche Rechnung unten).
  6. Produktkosten: Hohe Gebühren bei Anlageprodukten gehen direkt zu Lasten der Rendite. Deshalb sollten Anleger die Kosten genau vergleichen.
  7. Home bias: Dies beschreibt die Tendenz vor allem in bekannte heimische Werte zu investieren. Das aber führt zu mangelnder Streuung und erhöht die Risiken von Kursverlusten.
  8. Mangelnde Diversifikation: Nicht alle Eier in einen Korb zu legen, ist ein weiterer wichtiger Punkt bei der Geldanlage. Das heißt, Anleger sollten verschiedene Anlageklassen berücksichtigen und auch innerhalb der Anlageklassen breit streuen.
  9. Alles bleibt wie es ist: Sowohl im Leben wie auch am Kapitalmarkt ändert sich laufend sehr viel. Anleger sollten ihre Geldanlage deshalb regelmäßig überprüfen und anpassen und auch Vorkehrungen für Ereignisse wie eine mögliche Berufsunfähigkeit treffen.
  10. Unterschätzte Inflation: Sie hat erheblichen Einfluss auf die reale Rendite, also Rendite abzüglich Teuerungsrate. Liegt sie über der Verzinsung, dann zehrt dies die Kaufkraft auf.

Fazit: Zinses-Zins

Wer früh anfängt kann mit kleinen Beiträgen schon viel erreichen, dies liegt am Zinses-Zins Effekt. Bei bestimmten Anlageformen wir der Basis-/Rüruprente, der betrieblichen Altersvorsorge oder einer Riester Rente werden die Beiträge noch steuerlich gefördert. Auch der Vermögensaufbau über passives Einkommen verschafft Ihnen zusätzlichen finanziellen Spielraum.

Gerne gebe ich Ihnen einen Überblick, wie viel und welcher Sparplan für Sie sinnvoll ist.

Ich freue mich auf Sie.