Es fand zum Jahresbeginn eine Erhöhung des der Basisrenten-Förderrahmen statt. Das bedeutet für Sie, dass Sie durch Ihre Einzahlungen ins Versorgungswerk und in eine private Basis- oder Rüruprente mehr Steuern sparen.

Zahnärzte können mehr Steuern sparen

Im Januar 2017 wurde der bisherige Förderrahmen (20.000 EUR Ledige/40.000 EUR Verheiratete) der Basisrente aufgestockt. Somit können Sie bis zu 23.362 EUR (Ledig) / 46.724 EUR (Verheiratete bei Zusammenveranlagung) für das Jahr 2017 als Beitrag für das Versorgungswerk oder eine private Basis-/Rüruprente über die Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Dadurch mindern Sie Ihre die Steuerlast.

Basisrente für angestellte Zahnärzte

Die Einzahlungen in das Versorgungswerk Baden-Württemberg für angestellte Zahnärzte hängen von der Höhe des Bruttogehaltes ab. Der Beitragssatz liegt derzeit bei 18,7 % (Stand 2017). Dieser ist zur einen Hälfte vom angestellten Zahnarzt und zur anderen Hälfte vom Arbeitgeber zu bezahlen. Eine Verrechnung findet direkt über das Gehalt statt.

Der Förderrahmen für die Altersvorsorge wurde auf 23.362 € für Ledige und 46.724 für Verheiratete (Stand 2017) bei gemeinsamer Veranlagung aufgestockt. Sie können nun zusätzlich bis zu dieser Höchstgrenze Einzahlungen für Ihre Altersvorsorge steuerlich gefördert vornehmen. Diese zusätzliche Altersvorsorge können Sie entweder ins Versorgungswerk oder in eine private Basisrente (Rüruprente) einzahlen. In meinem Artikel “Freiwillige Zuzahlung ins Versorgungswerk” erfahren Sie, welche Variante sinnvoll ist.Die Förderquote der Einzahlung steigt jedes Jahr (siehe Tabelle unten). Bei einem Steuersatz von 35 % erhalten Sie für einen zusätzlichen Beitrag von exemplarischen 1.000 € (als freiwillige Zuzahlung ins Versorgungsanstalt oder als Beitrag in eine Basis- / Rüruprente) eine Steuerrückerstattung von fast 300 € (Stand 2017). Der Beitrag nach Steuern beträgt daher nur ca. 700 €.

Altersvorsorge Zahnarzt

Basisrente für selbstständige Zahnärzte

Bei selbstständigen Zahnärzten haben keine Deckelung des Beitrags ins Versorgungswerk durch die Beitragsbemessungsgrenze. Daher kann die tatsächliche Zahlung ins Versorungswerk deutlich höher sein. Mein Tipp, wenn Sie sich für eine Basis-/ Rüruprente entscheiden: Vereinbaren Sie eine geringen monatlichen Beitrag und leisten Sie jährlich eine, auf Ihre Situation, angepasst Zuzahlung. So können Sie jedes Jahr das steuerliche Maximum ausreitzen und überzahlen nicht.

Nachgelagerte Besteuerung

Während der Ansparphase können Sie den oben genannten Steuervorteil nutzen und die Einzahlungen ins Versorgungswerk und in eine private Basis-/Rüruprente von der Steuer absetzen. Der Steuervorteil ist leider auch mit ein paar Nachteilen verbunden. Insbesondere ist hier die nachgelagerte Besteuerung der monatlichen Rentenzahlung zu nennen. Die steuerliche Berücksichtigung der Rentenzahlung wird von Jahr zu Jahr angepasst. Im im Jahr 2017 ist diese bei 74 % und steigt bis 2040 auf 100 %.

Altersvorsorge Zahnarzt

Fazit: Altersvorsorge Zahnarzt

Der Staat unterstützt Sie durch eine steuerliche Entlastung beim Aufbau einer Altersvorsorge. Einen großen Teil dieser steuerlichen Entlastung nutzen Sie bereits über Ihren Beitrag ins Versorgungswerk. Der Förderrahmen wurde seit dem 01.01.2017 erhöht. Der zusätzlich mögliche Betrag bietet nun die Möglichkeit einer Zuzahlung ins Versorgungswerk oder den Aufbau einer privaten Basis-/Rüruprente. Ob dies für Sie wirtschaftlich sinnvoll ist oder eine andere Form der Altersvorsorge mehr Vorteile bietet, lässt sich nur in einem persönlichen Gespräch herausfinden.

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