Inflation kann die Altersvorsorge/Geldanlage von Zahnärzten stark mindern

Inflation ist aktuell kein Thema, zumindest liegt diese laut den offiziellen Daten bei ca. 1 %. Leider ist die Verzinsung auf konservativen Anlagen derzeit auch nicht viel höher. Das bedeutet, es besteht derzeit schon eine negative Realverzinsung, die langsam aber sicher das angesparte Vermögen angreift.

Allerdings ist dies nur eine Momentaufnahme. Denn langfristig sollten Anleger auf Grund der extrem expansiven Geldpolitik der Notenbanken eher wieder mit einer Beschleunigung der Teuerungsrate rechnen. Ob die Zinsen bei konservativen Anlagen dann zeitgleich mitsteigen ist eine andere Frage.

Die Frage ist also, schaffen es Ihre Anlagen eine Rendite nach Steuern über der Inflation zu erwirtschaften?

Selbst ein geringer Anstieg der Teuerung kann einen erheblichen Teil der künftigen Kaufkraft des angesparten Kapitals aufzehren. Vor allem für Sie als Zahnarzt ist dies ein entscheidender Punkt, da ein großer Baustein Ihrer Altersvorsorge das Versorgungswerk ist. Auf diese Anlagepolitik und daher auch auf den Anlageerfolg haben Sie als Einzelner aber keinen Einfluss. Daher ist auch eine freiwillige Zuzahlung zum Versorgungswerk kritisch zu prüfen. Als Anleger sollten Sie deshalb einen regelmäßigen Status-quo Ihrer Finanzen durchführen. Eine 01 der Finanzen. Wer das nicht selbst machen kann oder will, sollte sich professionelle Unterstützung von einem Finanzplaner für Zahnärzte einholen.

Die Rentenlücke nimmt auch bei Zahnärzten zu. Das heißt, die Bezüge aus dem Versorgungswerk im Alter nach Steuern, werden immer geringer und reichen folglich immer weniger aus, um den gewohnten Lebensstandard nach Beendigung des Berufslebens aufrechtzuerhalten. Für ein auskömmliches Leben, so hat die Ruhruniversität in Bochum errechnet, brauchen Ruheständler 87 % ihres letzten Nettoeinkommens. Andere Schätzungen gehen von zwar nur von 70 % aus.

Wie viel erhalten Sie vom Versorgungswerk nach Steuern

Sie erfahren auf der Rückseite Ihres jährlichen Versorgungsbescheides, unter anderem wie sich Ihre Rente im Ruhestand bei Rückgabe Ihrer Approbation entwickelt. Aber was bleibt davon in 20, 30 oder 35 Jahren nach Steuern, Krankenversicherung und insbesondere nach Inflation noch als Nettokaufkraft übrig? Durch spezielle Finanzplanungsprogramme können wir dies ermitteln.

Der Kaufkraftverlust durch die Inflation kann erheblich sein. So bleiben bei einem Ruhegeld von 2.500 € nach 20 Jahren bei einer moderaten Inflation von 1,5 % noch bei etwas über 1.800 €. Bei 2 % bleiben noch 1.670 € und bei 2,5 % nur noch 1.500 € an tatsächlicher Kaufkraft. Und diese Einnahmen müssen Sie dann auch noch versteuern.

Altersvorsorge Zahnarzt Inflation

Was bedeutet das für Sie

Das tatsächliche Einkommen im Ruhestand liegt dann in der Regel unter den benötigten Einnahmen. Diese Lücke zu schließen, ist Aufgabe der privaten Altersvorsorge. Möglichkeiten dafür gibt es reichlich. Anlagemöglichkeiten wie zum Beispiel eine private Basis- / Rüruprente, die betriebliche Altersvorsorge, die Riester Rente für Zahnärzte werden sogar noch staatlich gefördert. Andere Anlagen, zum Beispiel Bank- oder Fondssparpläne haben zwar keine staatliche Förderung, sind aber in der Regel deutlich flexibler. Neben den Versicherungs-, Geld-, und Wertpapieranlagen spielen Immobilien beim Vermögensaufbau auch eine große Rolle. Über eine gute Finanzierungstruktur profitieren Sie bei Immobilien sogar von einer hohen Inflation.

Ruhestandsplanung Zahnarzt

Wie sollten Sie nun bei der Ruhestandsplanung vorgehen:

  1. An erster Stelle steht der Kassensturz. Welche monatlichen Einkünfte stehen nach heutigem Stand im Alter bereits zur Verfügung? Wie hoch ist der Anspruch aus dem Versorgungswerk? Was ist dieser nach Abzug der Inflation noch wert?
  2. Anschließend vergleichn wir die Einnahmen mit den voraussichtlichen Ausgaben im Alter. Was fällt an Kosten für Wohnen, Lebenshaltung, Mobilität, Konsum, Hobbys etc. an? Gilt es weitere Ausgaben wie Unterhalt oder laufende Verpflichtungen zu berücksichtigen? Inwieweit soll das Thema Pflegerisiko berücksichtigt werden?
  3. Ergibt sich aus diesem Abgleich eine Versorgungslücke, so sollte man anhand der im Folgenden erläuterten Schritte prüfen, welche Zusatzvorsorge in Frage kommt.
  4. Zunächst berechnen wir, welches individuell notwendige Ruhestandsvermögen aufgebaut werden muss, um bis ins hohe Alter inflationsbereinigt ausreichend versorgt zu sein, und welche individuell notwendige Rendite nach Steuern folglich erzielt werden sollte.
  5. Anschließend kalkulieren wir Ihre individuell notwendigen Sparrate und prüfen welche Produkte in Frage kommen. Außerdem interessant: Welche staatlichen Förderungen können Sie für Ihre Ruhestandsplanung erhalten? Und welche möglichen Steuervorteile gibt es?
  6. Nicht vergessen werden darf der Schutz gegen biometrische Risiken wie Berufsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit sowie die Absicherung der Hinterbliebenen.
  7. Zu guter Letzt muss der erarbeitete Finanzplan regelmäßig auf den Prüfstand. Was hat sich verändert, welche Verträge sind eventuell ausgelaufen, was sollten Sie anpassen?

Mit dem Finanzplan für Zahnärzte unterstütze ich Sie als Certified Financial Planner bei der Planung Ihres Ruhestands.